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Dies ist die Internetseite der "Arbeitsgemeinschaft der Heimat- und Geschichtsvereine sowie sachkundiger Bürgerinnen und Bürger im Monschauer Land". Sie hat die Aufgabe, die interessierten Besucher zu den einzelnen Heimat- und Geschichtsvereinen zu führen. 

 

 

 

 Herbsttagung am 23.10.2018 in Vogelsang

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Protokoll der Herbsttagung der Heimat-AG, 2018
Termin: 23.10.2018
Ort: Vogelsang, Adlerhof, Einruhr, Lindenbaum, Hotel Seemöwe
Beginn: 18:00 Uhr

Teilnehmer: Siehe extra Liste! Einige Mitglieder hatten sich entschuldigt: Jürgen Siebertz, Manfred Brandenburg, Heinz Mertens

TOP 1:                       [Begrüßung in Vogelsang]
Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft, Manfred Huppertz, begrüßte die Teilnehmer auf dem Adlerhof des Forums Vogelsang. Gabi Harzheim, die im NS-Dokumentationszentrum arbeitet, begrüßte die Teilnehmer ebenfalls und führte bei eisigen Winden durch das Gelände. Dargestellt wurde als Info zur Historie dieser Örtlichkeit die Absicht der NSDAP, was mit dieser "Ordensburg" Vogelsang vorgesehen war und was dann nur z.T. verwirklicht worden ist.
Das neue Forum Vogelsang mit Besucherzentrum beherbergt eine NS-Dokumentation, das Nationalpark-Zentrum Eifel, ein Eifelpanorama, einen Tagungsbereich und ein Panoramarestaurant mit Außenterrasse. Die beiden Ausstellungen „Bestimmung: Herrenmensch / NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ und „Wildnis(t)räume“ informieren umfassend und ansprechend über die Geschichte, die Hintergründe und Ziele der ehemaligen NS-Ordensburg und des Nationalparks Eifel.
In der Burgschenke, wo es etwas weniger windig war, erklärte Gabi Harzheim unter anderem, dass die von den Nazis in Vogelsang ausgebildeten "Junker" später im Krieg in den eroberten Gebieten eingesetzt worden sind und viele mit Kriegsverbrechen belastet waren.
Der Abschluss des Rundgangs fand im Kino statt, wo vor kurzem noch die Band "Brings" vor vollem Haus aufgetreten war.


TOP 2: [Besichtigung eines Lindenbaumes in Einruhr und Vortrag über die Aufstockung des Rursees]
In Einruhr begrüßte Siegbert Heup die Teilnehmer und führte uns zu einem Baum, der vor der Aufstockung des Rursees um 1957 gerettet wurde. Man hatte ihn damals bis auf den Stamm zurückgeschnitten, dann mit einem Bagger ausgehoben und an höherer Stelle (Damals Schule, jetzt Eifelhaus) wieder eingepflanzt. Die Verpflanzung gelang und der Baum hatte sich so markant entwickelt, dass er jetzt auf Veranlassung des Heimatvereins Einruhr in das Baumkataster des Naturparks Eifel eingetragen wurde.
Anschließend erzählte Siegbert Heup von den einzelnen Problemen bei der Aufstockung des Rursees in den Jahren 1956 bis 1958. Die Ortschaft Einruhr wurde teilweise auf aufgeschütteten Material gebaut. Ein Haus wurde auf einem zugeschütteten Keller gebaut, in dem man darauf dann den neuen Keller errichtete, so dass das Haus auf diese Weise über dem Wasserspiegel lag. Ein anderes Haus wurde sogar hydraulisch um einen Meter komplett angehoben. In seinem Garten stehen zwei Apfelbäume der gleichen Sorte, die aber völlig verschiedene Geschmacksrichtungen aufweisen, was Siegbert Heup auf die verschiedenen Anschüttungen in Einruhr zurückführte.

TOP 3:

Manfred Huppertz begrüßte die Anwesenden danach im Haus Seemöwe und besonders Theo Steinröx als Ehrenamtsbeauftragten der Städteregion Aachen zum Thema: DSG-VO (Datenschutz-Grundverordnung) .
Steinröx bedankte sich für die Einladung und erläuterte:
15.700 Vereine haben sich in den letzten Jahren aufgelöst!!
Ehrenamtler stützen die Vereinsarbeit. Steinröx verlässt zum 31.12.2018 zusammen mit Städteregionsrat Etschenberg die Bühne, macht aber Anfang Januar 2019 übergangsweise weiter. Ehrenamtler müssen immer mehr Arbeit in sozialen Bereichen übernehmen. Die Europäische DSG-VO ist seit Mai 2018 zum Bundesgesetz vorgerückt. Er nannte folgende Anwendungshilfen:
⦁ Drei Seiten Vorlage vom Deutsche Schützenbund: Broschüre und Info über ⦁ www.Land-NRW, Engagement-Portal
⦁ Broschüre „Datenschutz im Sportverein“
⦁ Broschüre „Vereinswelt.de“ kostet 21 Euro.

Praxis-Beispiele:
Fotos mit Zuschauer als Hintergrund-Kulisse sind erlaubt, Fotos, auf denen einzelne Personen gut erkennbar sind, benötigen die persönliche Zustimmung , daher vor Veröffentlichung abfragen. Chronik-Arbeit ist weiterhin erlaubt. Ein Datenschutzbeauftragter für den Verein muss nur dann benannt werden, wenn mehr als 6 Peronen mit den Vereinsdaten arbeiten.
Theo Steinröx gab weiter den Hinweis, dass bei ehrenamtlichen Arbeiten an öffentlichen Einrichtungen und Geländen, z.B. Sportplätze und Sportheime, Archivräume, Dorfmuseen der Eigentümer (Gemeinde, Stadt oder Privat) bei Veränderungen gefragt werden muss. Außerdem müssen Bestimmungen der Bauverwaltung und -ordnung und der Umwelt beachtet werden.
Theo Steinröx steht für alle weiteren Fragen zur Verfügung.

TOP 4 : Reportage zu „Flüchtlinge im Monschauer Land nach dem 2. Weltkrieg“:
Die Einzelbeiträge sollen bis Weihnachten 2018 vorliegen, damit Manfred Huppertz diese ab Januar 2019 zusammenfassen kann, um die geplante Broschüre bei der Frühjahrstagung vorzulegen.

TOP 5: Verschiedenes
5.1 Da keine Kosten entstanden sind, ist keine Umlage notwendig.
5.2 Stefan Kämmerling hat als MdL NRW ein Rundschreiben zur Heimatförderung verschickt.
5.3 Veröffentlichung der Broschüre "Schlachtfeld zwischen Bäumen" von Dr. Möller, Köln : Darin werden die Mitglieder unserer Heimatvereine als „Alte Männer“ arrogant tituliert. Jugend sei in den Vereinen nicht vertreten. etc. Diese Darstellung ( 6 Thesen) der Heimatvereine wurde von der Versammlung kristisiert und abgelehnt. Es wurde bei einer Enthaltungsstimme eine Formulierung beschlossen:
"Die Darstellung der Heimatvereine in den 6 Thesen von Dr. Möller finden die Teilnehmer unpassend und nicht in Ordnung."
Weitere Auseinandersetzungen mit Dr. Möller sind nicht gewünscht und werden nicht mehr geführt.
5.4 Erwin Finken, Simmerath, verteilte kostenlose Fotos aus seinem Privatarchiv an einige Teilnehmer.
5.5 Erwin Finken, Vorsitzender des Ortskartells Simmerath, monierte die häufig auftretende Termin-Kollision von Veranstaltungen im Monschauer Land, z.B. am Wochenende 1. u.2. September 2018 mit 14 parallelen Veranstaltungen. Warum ist keine bessere Koordinierung möglich? Die Nachfolge-Gruppe von „SIMORO“ sammelt zwar Termine, aber ohne eine Koordination vorzunehmen.
Einige Teilnehmer glaubten, dass die Terminkoordination von der Städteregion übernommen worden sei. Wie Theo Steinröx jedoch ermittelte, ist dies nicht der Fall und kann auch gar nicht geleistet werden, da niemand die organisatorische Kompetenz hat, kommunenübergreifend Termine zu koordinieren.
5.6 Josef Löhrer , Dedenborn, legte Wert darauf, dass die Kirchenbücher weiter zugänglich seien.
5.7 Können die Gefallenen Soldaten vom Krieg 1866 bis 1877 listenmäßig erfasst werden nach dem Beispiel von Roetgen? Dieser Punkt wird in die TO der Frühjahrstagung aufgenommen. -3-
5.8 Der sogenannte „Schmugglerpfad“ von Steckenborn nach Schmidt ist wieder freigelegt und begehbar.

Manfred Huppertz bedankte sich für die rege Mitarbeit und beendete die Tagung um 21.22 Uhr.

-Erwin Finken, ab TOP 3 kommissarischer Protokollführer, 23.10.2018 -
zu TOP 1 und 2 Manfred Huppertz

 

 




 

 

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Fotos
 

Fischer

Fischer 2

Fischer 3

Fotoausstellung in Woffelsbach

1928

Auch in diesem Jahr veranstaltet Walter Lauscher eine Fotoausstellung in Woffensbach in der Obershausener Str. 9.

Diesmal geht es um den Bau der Straßen nach Woffelsbach (Bedrichte des Monschauer Volksblattes und Fotos von Woffelsbachern in oder auf alten Fahrzeugen.

Die Öffnungszeiten : 9. + 10. Juni 10 – 18 Uhr,

11. – 15. Juni 14 – 18 Uhr

16. + 17. Juni 10 - 18 Uhr.

Parken bitte in der Seestraße.

 

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Frühjahrstagung in Monschau auf Dreistegen am 10. April 2018

Die Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Monschauer Landes traf sich am 10.4.2018 in Monschau, bei der Firma Dreistegen GmbH. Der Firmeninhaber Dr. Oliver Kayser stellte, kompetent begleitet von seiner Frau, den Teilnehmern sein Firmenkonzept vor. Die meisten Heimatkundler haben wahrscheinlich die Darstellung des physikalischen und chemischen Prozesses bei der Behandlung von den verschiedensten Werkstücken nicht ganz verstanden, waren aber begeistert von dem Aufbau dieser jungen Firma. Technisches Können verbunden mit einer harmonischen Unternehmenskultur, Heimatbewusstsein und Bodenständigkeit waren hier in einer vorbildlichen Weise vereinigt.

Dr. Kayser betonte, dass man die Schwierigkeiten, die sich beim Aufbau eines Unternehmens aus einer Ruine, Gott sei Dank am Anfang nicht vorstellen kann, dann aber bei jedem Entwicklungsschritt zäh und unverdrossen jedes Problem lösen muss. So hat er aus den vier Gebäuderuinen des alten Scheiblerischen Fabrikgebäudes, auch in Verbindung mit dem Denkmalschutz, eine vorzeigenswerte Firmenniederlassung geschaffen.

 Am Ende der Führung kamen die Teilnehmer in das „Hochhaus“ genannte Gebäude, wo man sehr gut die denkmalschutzgerechte Renovierung an dem Bauwerk bewundern konnte. Insbesondere die Kombination Alt/Modern ist hervorragend gelungen. Selbst ein Teil der ehemaligen Energieerzeugung mit Wasserkraft soll demnächst wieder genutzt werden, nachdem man erreicht hatte, die alten Wasserrechte der Anlage zu behalten.

Wegen vieler Nachfragen erläuterte dann im neu eingerichteten Seminarraum Gabriele Harzheim, die Redakteurin des Monschauer Jahrbuchs, einige Regeln, die für die Abgabe von Beiträgen für den sogenannten Heimatkalender. Viele der Teilnehmer sind nämlich auch Hobbyautoren für das Monschauer Jahrbuch und beim Schreiben gilt es immer einige Grundsätze und Regeln zu beachten.

Heinz Mertens stellte dann in einem Beitrag den Arbeitskreis " Monschauer Verzöllche" aus der Altstadt vor. Dieser Kreis hat sich aus dem Ortkartell entwickelt. Er will kulturelle Aufgaben wahrnehmen und finanzieren; dazu koordiniert er auch die jährlich anfallenden Termine und veranstaltet ein Pfarrfest. Weitere Aufgaben sind z.B. Besuche bei Jubiläen oder Geburtstagen, die früher meist vor Ort erledigt wurden. Die Mitglieder treffen sich jeden 2. Mittwoch in ungeraden Monaten. Aktuell beschäftigt man sich mit der Auflistung aller Geschäfte, die es früher mal in Monschau gegeben hat.

Als letzter Tagesordnungspunkt stand die Sachstandabfrage zu dem Thema "Flüchtlinge im Monschauer Land nach dem 2. Weltkrieg" an. Hierzu soll 2019 eine Dokumentation erstellt werden. Zunächst berichtete als Gast Prof. Dr. Lange kurz aus der Familienchronik seines Vaters, die u.a. die Flucht nach dem 2. Weltkrieg thematisiert. Sein Vater war 1949 als Ostvertriebener Lehrer in der Volksschule Rohren geworden. Viele Lehrer im Monschauer Land kamen damals aus Schlesien und unterrichteten nach dem Krieg in unseren Dörfern. Prof. Dr. Lange will sich mit einem Essay an der Dokumentation der Heimat-AG beteiligen.

Bemerkenswert war, dass diese Veranstaltung die erste in dem neuen Seminarraum des Hochhauses der Firma Dreistegen GmbH war.

WerkhalleDreistegenMetallteile

 

 


 







 

 

 

 

 

 Herbsttagung nicht in Dreistegen, sondern in Steckenborn

 

Dorfmuseum Steckenborn

Unser letzes Treffen war am Dienstag, dem 7. November 2017.

Walter Greuel und Maria Theißen stellten uns den Arbeitskreis Dorfgeschichte Steckenborn und das von ihm geschaffene Dorfmuseum vor.

Walter Greul und Maria Theißen

Protokoll zur Herbsttagung der Heimat-AG vom 7.11.2017 in Steckenborn, Dorfmuseum und Gaststätte Stollenwerk  

 

Die Einladungen wurden von Manfred Huppertz per Mail verschickt. Die Teilnehmerliste ist beigefügt. Die Protokollführung wurde kommissarisch an Erwin Finken, Simmerath übertragen.

TOP 1) Das Heimatmuseum Steckenborn im alten Feuerwehrhaus wurde gemeinsam besichtigt.
Walter Greuel und Maria Theißen vom "Arbeitskreis Heimatgeschichte Steckenborn" begrüßten um 19.00Uhr die AG- Teilnehmer. Dabei stellten sie namentlich ihren 10-köpfigen Arbeitskreis vor, der sich zum Ziel gesetzt habe, ein Stück Vergangenes in Steckenborn zu recherchieren und zu konservieren.
Manfred Huppertz bedankte sich im Namen aller für die Einladung und lobte die Initiative, dass
man aus dem alten Feuerwehrhaus so ein schmuckes Dorfmuseum "gezaubert" habe.

TOP 2) Nach dem lokalen Wechsel in den kleinen Versammlungsraum in der Gaststätte
Stollenwerk begrüßte Manfred Huppertz um 19.55 Uhr die zahlreichen Vertreter der Monschauer-
Land Heimat- und Geschichtsvereine (siehe TN - Liste).

Jürgen Siebertz, Lammersdorf, erhielt eine verdiente Gratulation der Anwesenden zur Verleihung
des Rheinlandtalers am 22.6.2017 in Simrnerath,

Ein besonderes Willkommen galt der Schwester von Professor Werner Lange, dessen gemeinsamer
Vater früher Lehrer in Rohren gewesen sei. Zu Herrn Professor Werner Lange hat Manfred direkten
Kontakt aufgenommen, um wissenswerte Infos zu der Situation vertriebener Lehrer zu erhalten, die nach der Vertreibung (meistens aus Schlesien) in unserer näheren Heimat eingesetzt waren.

TOP 3) Nach sparsamer Haushaltsführung bei der AG wird für 2017 eine Umlage wegen ausreichender Kassenreserve nicht erforderlich sein.

TOP 4) Flüchtlinge im Monschauer Land nach dem 2. Weltkrieg

Die geplante Dokumentation aus den Puzzle-Beiträgen der einzelnen Vereine will Manfred nach
Beendigung der Recherchen zusammenstellen. Die Initiative zu dieser Themenidee ist unserem
Kollegen Dr. Bernd Jansen vom Eifelverein Höfen zu verdanken.

PS: Bernd ist am 8.11.2017 unter tragischen Umständen plötzlich verstorben..... Danke, lieber Bernd.....

Unterlagen und Beiträge von Höfen, Konzen und Jürgen Siebertz liegen bereits vor. Einige
betroffene und interviewte ehemalige Flüchtlingsfamilien bzw. deren Nachfahren hätten reserviert
bis ablehnend auf eine geplante Dokumentation reagiert. Auch die damalige Rivalität zwischen evangelischen und katholischen Dorfbewohnern sei wieder zu Tage getreten. Dies ist aber ein wichtiger Teil der geplanten Dokumentation.

Auch Einzelgeschichten seien willkommen. Die Gesamt-Dokumentation sei für Ende 2019
vorgesehen.

Eine Abfrage über den Stand der Ermittlungen ergab folgendes Bild:

- Roetgen:        Laufende Arbeit wird fortgesetzt, Z.T. in Roetgener Blättern veröffentlicht.

- Mützenich.    Es fehlen noch mehrere Nachfragen.

- Zweifall:        Frau Stoff hat auch schon Material bei Manfred abgegeben.

- Schmidt:        Noch keine Recherchen gestartet.

- Eicherscheid. Dieses Dorf habe seinerzeit 54 Flüchtlinge aufgenommen, die Zusammenfassung

  der Berichte sei in Arbeit, einige Befragungen stehen noch aus.

- Kesternich:    Wegen Personenwechsel im Vorstand des Heimatvereins ist noch nichts lieferbar,
Recherchen seien geplant.

Imgenbroich:    Die Namen der einstigen Flüchtlinge seien registriert, allgemeine Unterlagen müssen
noch zusammengestellt werden.

Woffelsbach:     Es gab nur einen Flüchtling, der heute zwar noch lebt, aber nicht auskunftswillig
ist.

Dedenborn:      Zwei Flüchtlingsfamilien haben seinerzeit dort gelebt, die aber unbekannt verzogen
sind.

Rollesbroich:    Bei der nächsten Sitzung würden konkrete Recherchen-Pläne beschlossen.

Simmerath:      Wegen Überlastung durch die in 2017 anstehenden vier Ortsjubiläen werde das
Thema in Kürze in Arbeit gegeben.

Steckenborn:    Die einzige Flüchtlingsfamilie sei nach Eicherscheid verzogen.

TOP 5) Dieser Inhalt wurde bereits unter TOP 1) erledigt. Steckenborn war auch Mitgründer
unserer AG.

TOP 6) Günter Krings, ehemaliger Lehrer aus Dedenborn, gebürtig aus Konzen, berichtete in
einem 45-minütigen Vortrag über die Vogelwelt in der Eifel früher und heute.

 Der allseits bekannte Vogelkundler Krings betonte, dass der Begriff "Heimat" sich zusammensetze aus den Anteilen Natur, Geschichte, Landschaft und Wetter.

Er schilderte kompetent die lange zeitliche Entwicklung seit der Urzeit vor ein bis zwei Mio. Jahren über die letzte Eiszeit, über die Römerzeit bis in unsere Gegenwart.
Prägnante Beweise aus der Fauna und Flora im Eifelgebiet untermalten seine fachkundigen
Ausführungen. Das Highlight der alten ornithologischen Aufzeichnungen seien die
Veröffentlichungen des Aachener Ornithologen Le Roi aus 1905, worin die Vogelfauna der
Rheinprovinz erstmalig schriftlich dokumentiert worden sei.

- Die Vogelkultur sei stetig abhängig gewesen von der Kultur der Landschaft, die wiederum der dort
lebende Mensch geschaffen hat. Alles sei von Menschenhand beeinflusst und gestaltet worden.

Die Vogelwelt habe sich dem Entwicklungsschritt der sich verändernden Landschaft angepasst.

- Gegen die grassierende Abnahme von Insekten in Feld, Wald und Flur riet Krings: "Lasst doch
auch mal was an Unkraut und Gräsern stehen und wachsen für unsere hungrigen Insekten, die im
Kreislauf der Natur eine wichtige Rolle spielen!"

TOP 7)

7.1 Mitarbeiter Erwin Finken verschenkte in Fortsetzung der im letzten Herbst begonnenen Aktion
alte Fotos aus eigenen Archivbeständen an die Vertreter der Heimatvereine Dedenborn und
Kesternich. Er kündigte auch Leihgaben von alten Fotos einiger Dörfer für die Frühjahrstagung
2018 an, die nach Reproduktion an den Verleiher Finken zurückgehen müssen.

Er erinnerte auch an die noch bis 8.11.2017 laufende ausführliche Jubiläums-Fotoausstellung in der
Sparkasse Simmerath, u.a. " 675 Jahre Ort Simmerath".

7.2 Manfred Huppertz lud die Anwesenden ein zum Besuch der laufenden Foto-Ausstellung im
Stadtarchiv Monschau, Am Holzmarkt/ Bergstr. ein, wo die Orte Kalterherberg. Höfen und Rohren
ihre Vergangenheit uns dokumentarisch nahebringen wollen.

- Manfred dankte für die rege Beteiligung und schloss um 21.20 Uhr die Versammlung.

- Erwin "Finken, kommissarischer Protokollführer, 7.11.2017

 

 

Jubiläumsausstellung in der Sparkasse Simmerath

 

Der Arbeitskreis "Alt Simmerath" zeigt bis zum 3. November in der Sparkasse eine Ausstellung, die sich auf vier Jubiläumsereignisse bezieht:

  • Vor 675 Jahren (also 1342) wurde Simmerath erstmalig in einer Urkunde erwähnt

  • Vor 225 Jahren wurde erstmals Markttage abgehalten

  • Vor 70 Jahren wurde auf der Paustenbacher Höhe, das Eifelfriedenskreuz errichtet

  • Vor 65 Jahren wurde die neuerrichtete Pfarrkirche eingeweiht

  • Krankenhaus Simmerath ca. 1920St. Brigida Krankenhaus ca. 1920

Diese vier Jubiläen waren der Grund für den Arbeitskreis, eine Fotoausstellung zu organisieren, die diesen Ereignissen zugeordnet sind. Die Ausstellung wurde am Marktmontag von Wolfgang Frings vor eingeladenen Gästen eröffnet. Der über 90jährige Willi Wilden überraschte die Gäste mit einem frei vorgetragenen Gedicht über den "Sömmerter Kraremann", was bei allen Gästen ein Schmunzeln hervor rief.

Kammerbruchstraße

 

Ausstellung in der Sparkasse Simmerath

Eröffnung der Ausstellung von Wolfgang Frings, Arbeitskreis "Alt Simmerath"

 

 

 Rheinlandtaler für Jürgen Siebertz

Unser Antrag, Jürgen Siebertz mit der Verleihung des Rheinlandtalers zu ehren, ist vom Landschaftsverband Rheinland angenommen worden. So wurde in einer feierlichen Veranstaltung im Simmerather Rathaus Jürgen Siebertz am 22. Juni 2017 geehrt. Einige von uns waren mit dabei, aber hier noch ein paar Bilder vom Festakt.

 

Noch zu haben:

Jürgen Siebertz hat noch weitere Exemplare der Dokumentation

"Zwangsarbeit während des NS-Zeit im Monschauer Land"

bestellt. Er hat jetzt noch 6 Exemplare zum Preis von 10,00 € zur Verfügung. Wer sich also noch bedienen will, kann dies direkt bei Jürgen Siebertz (02473 7917) tun.

 

 

 

Pressebericht der Frühjahrstagung 7.3.2017

 

 

Die Arbeitsgemeinschaft der Heimatvereine des Monschauer Landes traf sich zu ihrer Frühjahrstagung im Kloster Reichenstein. Dort begrüßte sie Pater Lang und lud die über 20 Teilnehmer zu einem Besuch der Kirche und einem Rundgang um das Kloster ein. Es war erstaunlich, wie viel sich schon bei der Restaurierung getan hatte, aber auch wie viel die Klosterbrüder noch vorhaben. So wird das Innere der Kirche noch sehr stark verändert. Der Boden wird auf eine Ebene gebracht, Die Fenster werden erneuert, ein Chorgestühl ist bereits gekauft und wird eingebaut und sogar das Gewölbe wird nach langen Verhandlungen mit dem Denkmalschutz wiederhergestellt. Für diese Baumaßnahme wird im Ostflügel eine Notkirche hergerichtet, so dass auch weiterhin Gottesdienste angeboten werden können.

Pater Lang betonte, dass der Baufortschritt vom Spendenaufkommen abhängt und deshalb auch eine lange Bauzeit möglich ist. Der Orden habe jedoch vor, im Jahre 2017 wegen der vielen Kirchenjubiläen mit einer Bruderschaft einzuziehen.

Beim Rundgang konnten die Teilnehmer sehen, dass die Mauer des Kreuzganges teilweise wiederhergestellt war und die großen Holzstützen schon klein gesägt waren. Auch die Obst und Gemüseterrassen zur Rur hin waren nach langen Verhandlungen zwischen Umwelt- und Denkmalbehörde frei geschnitten. Die Bruderschaft will diese Terrassen wieder als Nutzgarten anlegen, damit man möglichst autark im Kloster leben kann.

Nach dem Rundgang konnte der Leiter der AG, Manfred Huppertz, alle im Refektorium begrüßen, wo Dieter Fischer aus Roetgen die Teilnehmer mit einem kurzen Gedicht auf das Treffen einstimmte.

Nachdem die finanziellen Bedürfnisse schnell und unbürokratisch geregelt wurden, berichteten die Vertreter der einzelnen Orte über den Stand der Ermittlungen zu dem Thema "Flüchtlinge und Vertriebene im Monschauer Land nach dem 2. Weltkrieg". Einige Gemeinsamkeit wurden bei den Recherchen festgestellt: Sehr oft war das Flüchtlingsthema ein Thema, wie man mit den Evangelischen in den 50er Jahren umging, denn die meisten Flüchtlinge waren eben evangelisch. In den meisten Orten wurden die Familien und vor allem die Kinder isoliert und ausgegrenzt. Allerdings machten hierbei Roetgen und Rott eine Ausnahme, offensichtlich weil es dort schon evangelische Gemeinden gab.

Darüber hinaus stellten die Heimatforscher fest, dass auch heute noch viele Flüchtlinge von den damaligen Ereignissen der Vertreibung und Flucht traumatisiert waren und nicht jeder bereit war, über diese Schicksalszeit zu berichten. Es bleibt auf jeden Fall spannend, was noch in den einzelnen Orten an Hand von Einzelschicksalen und Zahlen herausgefunden wird. Die Arbeitsgemeinschaft plant, die Ergebnisse in einer Dokumentation später zusammen zu fassen.

Nachdem Franz Henn aus Kalterherberg die Aktivitäten aus seinem Verein dargestellt hatte, hielt Rolf Wilden aus Roetgen einen Vortrag über "Geografische Internetdienste und ihr Nutzen für die Heimatvereine", der die Teilnehmer sehr interessierte. Es wurde gezeigt, wie die Heimatforscher mit Hilfe verschiedener Internetplattformen geologische Veränderungen ihrer Gegend, die dem Auge durch Bepflanzung oder anderen Einflüssen verborgen bleiben, nun andeutungsweise offen legen können.

Zum Schluss dankte Manfred Huppertz der Betreuerin im Refektorium, Frau Wittayer, die die Teilnehmer hervorragend bewirtet hatte.

 

 

 

 

 

 

 

17.Januar 2017: Der Arbeitskreis "Heimatgeschichte Eicherscheid" stellt eine

Tafel mit Infos zu Vroenrath und dem Gerichtsplatz auf.Arbeitskreis Eicherscheid

 

 

Dokumentation über Zwangsarbeit

Die Initiative der Arbeitsgemeinschaft zeigt Früchte: Jürgen Siebertz hat in einer Dokumentation aller Beiträge der Heimatvereine zusammengetragen und daraus eine Dokumentation verfasst. Es ist ein lesbares und ergreifendes Essay über die Zwangsarbeit im Monschauer Land geworden. Dr. Dieter Lenzen arbeitet aber noch weiter an diesem Thema und wir dürfen gespannt sein, was er noch alles herausfindet.

Wer die Dokumentation bestellt hat, sollte sie möglichst schnell  bei Jürgen Siebertz abholen. Wer darüber hinaus noch Bücher bestellen will, sollte sich auch bei Jürgen mleden. Vielleicht ist eine Nachbestellung möglich. Kosten: 10 €

Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft

Protokoll zur Herbsttagung der „Heimat-AG“ im Hotel „Zur Post“ in Simmerath am 24.10.2016

 -Einladungen waren  zeitig von Jürgen Siebertz per E-Mail an die Vertreter der einzelnen Orte verschickt worden.

-Teilnehmerliste liegt in der Akte. Josef Löhrer hatte sich entschuldigt.

- Die Protokollführung wurde kommissarisch an Erwin Finken übertragen.

 - Eine Tagesordnung lag nicht vor.

 Jürgen Siebertz begrüßte als AG-Sprecher um 19.00 Uhr die Teilnehmer der AG.Er  legte die einem selbst zusammengestellten Buch erfassten Beiträge unserer AG vor. Die gebundene Fassung koste 10  Euro und könne bei ihm bestellt werden.

Wegen gesundheitlicher Probleme stelle er wegen Überlastung die Funktion als Sprecher der AG mit sofortiger Wirkung zur Verfügung. Er wolle künftig die Malerei als Hobby und seine Familie in den Vordergrund stellen. Seine Vorschläge zu seiner Nachfolge: Manfred Huppertz, Konzen, Rolf Wilden,  Roetgen und Erwin Finken,Simmerath. Rolf Wilden verzichtete, Erwin Finken lehnte wegen ehrenamtlicher Belastung in Vereinen und Ortskartell seines Heimatortes Simmerath ab.

Manfred Huppertz erklärte seine Bereitschaft für die Dauer von drei Jahren, schlug aber gleichzeitig weitere Kandidaten vor: Engelbert Donnay und Dr. Bernd Jansen. Beide waren nicht bereit.

Bei der anschließenden Wahl zum neuen „Leiter der Heimat-AG“ wurde  Manfred Huppertz bei vorliegender Qualifikation einstimmig für drei Jahre per Akklamation gewählt. Manfred nahm die Wahl an, dankte für das Vertrauen und betonte, dass wir kein Verein werden wollen.

 Jürgen Siebertz bedauerte die Passivität der meisten Dörfer im letzten Sommer, die auf die Verlagerung der Aktivitäten auf andere Interessengebiete zurückzuführen sei. Gemeinsame Veranstaltungen der AG-Mitglieder seien sehr rar geworden. Mit den gleichen Zielen untereinander müsse die Zusammenarbeit verbessert werden. Als positives  Beispiel präsentierte Erwin Finken aus  seinem Privatbesitz nach erfolgter Schenkung  ca. 200 alte Fotos (bis in 70er Jahre) aus dem Monschauer Land. Er übergab am Ende der Versammlung diese nach Orten sortierten Fotos an die Vertreter der anwesenden Orte als kostenloses Geschenk. Die Vertreter nahmen diese Fotosammlung dankend entgegen. Die fehlenden Orte werden später nachbeliefert.

Weitere ca. 400 Fotos, die er nicht hatte zuordnen können,  überreichte er zur Ansicht und freien Entnahme an die Anwesenden mit der Bitte um Eintragung in die beigelegte  Entnahmeliste und Weiterreichung an die  weiteren AG-Mitglieder. 

Ludwig Siebertz (Eicherscheid) kündigte an, dass in Kürze ein „Stolperstein“ in Eicherscheid aufgestellt werde als Gedenkstein für die Judenverfolgung in der Zeit des Dritten Reiches. Ein jüdischer Mitbürger habe bekanntlich seinerzeit in Eicherscheid gelebt. Von seinem Geschichtsverein werde in 2017  „Am Gericht“ eine Infotafel über das ehemalige Gericht und den Galgenplatz aufgestellt.

Engelbert Donnay äußerte seine Betroffenheit, dass in der Kernstadt Monschau nur noch lediglich 500 Einwohner lebten, und dass die Grabplatte vom Generalfeldmarschall Otto Moritz Walter Model schon einige Male vom Grab auf dem Soldatenfriedhof Vossenack gestohlen worden sei. Er wünschte sich mehr Ideen zum Miteinander der Geschichts- und Heimatvereine.

                                                         

Auch M. Huppertz hielt gegenseitige Hilfe und Unterstützung für wünschenswert. Die Heimatvereine Konzen und Imgenbroich und Herr Krings aus Dedenborn stellen am 28.10.2016 ein neues Buch der Presse vor .Thema ist die Bevölkerung des Monschauer Landes von 1641 bis 1971.

Die kürzlich eröffnete Foto-Ausstellung im Stadtarchiv Monschau, Holzmarkt, mit Fotos  vom

Ex-Bürgermeister Walter Scheibler in Gegenüberstellung mit ortsgleichen heutigen Fotos verzeichnet  gute Resonanz. Sie umfasst Aufnahmen der Orte Konzen, Imgenbroich und Mützenich.

Eine nächste gleichartige Foto-Ausstellung ist geplant für nächstes Frühjahr mit Motiven der Orte

Kalterherberg, Höfen und Widdau laut Dr. Bernd Jansen, Höfen.

 Auch für die anderen Orte des Altkreises Monschau steht Dr. Bernd Läufer als Leiter des Stadtarchivs Monschau mit Geschichtsverein zur Verfügung. Einige Teilnehmer fragten nach, ob man bei Fotoaufnahmen von heute nicht den Datenschutz verletze. Häuser stehen nicht unter Datenschutz. Trotzdem sollte man das Einverständnis suchen und insbesondere bei Texten zu den Bildern das Recht auf internationale Selbstbestimmung beachten.

 Das  vor einigen Jahren vom HV Konzen unter Leitung von Manfred zusammengestellte „Konzener 

Familienbuch“ hat keine Probleme mit Datenschutz gehabt. Nicht erwähnte Familien hätten sogar ihr Fehlen moniert.

 J. Siebertz hat , wie anfangs erwähnt, seine Dokumentation „Zwangsarbeiter“ vorgelegt. Die Recherchen von Dr. Lenzen, Kesternich, zum gleichen Thema und deren Einwohner-Meldedaten sind noch im Gange, ob und wie  eine öffentliche Dokumentation erfolgt, ist  nicht bekannt.

 Dr. Jansen fragte an, ob die Siebertz-Dokumentation auch als Grundlage für Facharbeiten am MGM benutzt werden dürfte.

 J. Siebertz zeigte sich erfreut darüber, dass Frau Rita Stoff aus Zweifall bereit ist, an der Beschreibung der Exponate im Lammersdorfer Heimatmuseum mitzumachen.

 Ein neues ansprechendes gemeinsames Thema schlug  Dr. Jansen vor: Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg. Z. B.einige Stichworte: Ostpreußen, Bund der Vertriebenen, Schlesiertreffen. Eine ungeordnete Stoff-Sammlung und ein Arbeitsauftrag für baldige Interviews (Alte  Flüchtlinge sterben auch aus) sollen umgehend in Angriff genommen werden. Jeder von uns fragt mal um in seinem Revier. Auch Presseberichte aus damaliger Zeit könnten bei den Recherchen helfen.

J .Siebertz nannte auch Punkte zu diesem Themenbereich: Trümmer und Wiederaufbau nach dem Krieg, Neid,Evangelische Mitbürger wurden im Dorf gemieden, Heirat mit einem evangelischen Flüchtling war damals Dorfgespräch.

Dieses Protokoll wird wie immer auch an die Nicht-Teilnehmer verschickt. 

-Fritz -Georg  Kersting ,Steckenborn, verschenkte einige historische Eifelbücher, die er per Zufall aus einem Abfall-Container gerettet habe.

Um 20.30 Uhr schloss Manfred  Huppertz die Versammlung mit Hinweis auf die nächste Versammlung im Frühjahr 2017.

 

 

Kommissarischer Protokollführer  Erwin Finken

 

 

Jürgen Siebertz und Manfred Huppertz

Jürgen Siebertz übergibt die Leitung der Arbeitsgemeinschaft an Manfred Huppertz am 1.11.2016